Zum Hauptinhalt springen Skip to page footer

Von der Reserveliste 
zur Einstellung

Alle Personen, die einen Platz auf einer Reserveliste erhalten haben, können nun zu Einstellungsinterviews eingeladen und - bei Erfolg - als EU-Beamtin oder EU-Beamter eingestellt werden.

Zum Verfahren Aktuelle Meldungen

Ihr Weg zum EU-Beamten / zur EU-Beamtin

In 4 Schritten

Als Laureat beginnt der nächste entscheidende Schritt auf Ihrem Weg in die EU-Institutionen. Unsere Seminare und Schulungen bereiten Sie gezielt auf das Einstellungsverfahren vor, helfen Ihnen bei der Suche nach passenden Planstellen und zeigen, worauf es bei einer erfolgreichen Bewerbung und dem Einstieg in den EU-Dienst ankommt.

Die Einstellungspraxis der EU-Institutionen

Bei der Auswahl neuer Mitarbeiter legen die EU-Institutionen großen Wert auf Befähigung, Leistung und Integrität. Gleichzeitig soll eine möglichst breite geografische Vielfalt unter den Mitgliedstaaten gewährleistet werden.

Um aus dem Pool der Laureat geeignete Kandidat auszuwählen, arbeitet die Europäische Kommission mit einem neuen Recruitment-Modell, dessen Grundlage ein klar definiertes Kompetenzmodell bildet.

In unserer Online-Schulung machen wir Sie mit diesem Kompetenzmodell vertraut und zeigen Ihnen praxisnah, welche Rolle es im Einstellungsinterview spielt und worauf es bei der Vorbereitung ankommt.

Darüber hinaus geben wir Ihnen Einblicke in aktuelle Entwicklungen im Recruiting der EU-Institutionen, unterstützen Sie dabei, Ihre Bewerbungsstrategie gezielt zu schärfen, und bieten Ihnen die Möglichkeit, sich mit anderen Bewerber auszutauschen und zu vernetzen.

Jetzt vorbereiten

Die Bewerbung

Eine erfolgreiche Bewerbung bei den EU-Institutionen braucht eine klare Strategie. Diese kann reaktiv oder proaktiv ausgerichtet sein: Reaktiv bedeutet, aus den offenen Stellen gezielt die Positionen auszuwählen, die besonders gut zum eigenen Profil passen. Proaktiv heißt, selbst sichtbar zu werden und frühzeitig den Kontakt zu relevanten Referatsleitungen zu suchen – auch unabhängig von einer konkreten Ausschreibung.

Ebenso entscheidend sind die schriftlichen Bewerbungsunterlagen. Motivationsschreiben und Lebenslauf sollten passgenau auf die jeweilige Position zugeschnitten sein, professionell wirken und eine klare, überzeugende Botschaft vermitteln.

Im Mittelpunkt unserer Schulung stehen daher zwei Bereiche: Wir zeigen Ihnen konkrete Schritte für eine proaktive Bewerbungsstrategie und vermitteln, wie Sie Motivationsschreiben und CV gezielt aufbauen, schärfen und überzeugend präsentieren.

Jetzt anmelden

Das Einstellungsinterview 

Ein erfolgreiches Einstellungsinterview bei den EU-Institutionen folgt klaren Strukturen und stellt unterschiedliche Anforderungen an die Bewerber:innen. Im individuellen Coaching arbeiten wir gezielt an den zentralen Elementen des Gesprächs und bereiten Sie praxisnah auf die Interviewsituation vor.

Im Mittelpunkt stehen Ihre Selbstvorstellung und Motivation, der souveräne Umgang mit kompetenzbasierten Fragen sowie passende Antwortstrategien und Ihre kommunikative Wirkung im Gespräch.

Das Coaching richtet sich ausschließlich an Personen, die bereits auf einer Reserveliste stehen, und umfasst eine individuelle Session. Die Termine werden nach persönlicher Kontaktaufnahme abgestimmt. Da nur begrenzte Kapazitäten zur Verfügung stehen, ist die Anzahl der Coachingplätze limitiert.

Jetzt anfragen

Laureaten:innen ein Gesicht geben!

Auf offene Planstellen bei der Europäischen Kommission gehen häufig sehr viele Bewerbungen ein. Umso wichtiger ist es, sichtbar zu werden und frühzeitig persönliche Kontakte zu knüpfen, die die Chancen auf eine Einladung zum Einstellungsinterview erhöhen können.

Die Ständige Vertretung unterstützt deshalb dabei, Laureat:innen und Referatsleitungen aus den EU-Institutionen miteinander in Kontakt zu bringen. Im Rahmen einer Speed-Dating-Präsenzveranstaltung in Brüssel erhalten beide Seiten die Möglichkeit, sich persönlich kennenzulernen und erste Gespräche zu führen.

Damit Interessen, Profile und offene Bedarfe möglichst gut zusammenpassen, ist eine sorgfältige Vorbereitung erforderlich. Wenn Sie als Laureat:in grundsätzlich Interesse an einer Teilnahme haben, können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen.

Für die Teilnahme wird kein Eigenbeitrag erhoben. Reise- und Übernachtungskosten tragen die Teilnehmenden selbst.

Jetzt anfragen


Das Kompetenzmodell

Überblick

Das Kompetenzmodell für die Einstellungspraxis der EU schafft einen gemeinsamen Rahmen für eine faire und transparente Personalauswahl. Es definiert die zentralen Kompetenzen, die für eine erfolgreiche Tätigkeit in den EU-Institutionen entscheidend sind, und bildet die Grundlage für eine einheitliche, kompetenzbasierte Bewertung von Bewerberinnen und Bewerbern.

Denkt ganzheitlich und setzt komplexe Informationen in kreative und innovative Lösungen um.

Anhaltspunkte

  • Unterscheidet das Wesentliche von weniger wichtigen Elementen und kann Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenfügen.
  • Ermittelt mögliche Vorgehensweisen unter Berücksichtigung mehrerer Standpunkte und Positionen.
  • Bewältigt komplexe Informationen und Konzepte gut.
  • Stellt Zusammenhänge zwischen über den eigenen Zuständigkeitsbereich und über das hier und jetzt hinausgehenden Elementen her. Antizipiert mögliche Auswirkungen auf die Gesamtsituation.
  • Hat dank unkonventionellem Denken originelle Ideen und innovative Lösungen für Probleme parat.

Trifft Entscheidungen in einem sich wandelnden Umfeld, setzt sie in konkrete Maßnahmen um und arbeitet auf greifbare Ergebnisse hin.

Anhaltspunkte

  • Trifft Entscheidungen, auch wenn unbekannte Umstände oder unvollständige Informationen vorliegen.
  • Trifft fundierte Entscheidungen, prüft die Vor- und Nachteile verschiedener Alternativen.
  • Geht praxisbezogen vor durch flexible Auswahl und Anpassung der am besten für die jeweilige Situation geeigneten Vorgehensweise.
  • Schlägt von sich aus proaktiv Maßnahmen und Lösungen vor.
  • Schlägt gezielte Maßnahmen vor, um greifbare Ergebnisse im Hinblick auf die gesetzten Ziele zu erzielen.

Wendet Wissen und Kompetenzen im digitalen Umfeld an, optimiert Arbeitsweisen mithilfe digitaler Werkzeuge und Technologien.

Anhaltspunkte

  • Nutzt sachdienliche Quellen und unterschiedliche Suchstrategien für die Deckung des sich aus komplexen Aufgaben ergebenden Informationsbedarfs.
  • Prüft Quellen, Daten, Informationen und Inhalte im digitalen Umfeld auf Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit.
  • Wählt geeignete digitale Instrumente und Technologien für die Zusammenarbeit, die Interaktion und den Informationsaustausch mit anderen Personen aus und wendet sie an.
  • Schätzt den Wert digitaler Kompetenzen und ist bereit, proaktiv Zeit aufzuwenden, um mit der digitalen Entwicklung Schritt zu halten.
  • Weist Kolleginnen und Kollegen, Dienstleister und Interessenträger deutlich auf technologische Erfordernisse hin und erläutert diese auch umfassend.

Organisiert eigene Aufgaben und zeigt jederzeit Verantwortung und eine konstruktive Haltung.

Anhaltspunkte

  • Organisiert die eigene Arbeit wirksam.
  • Übernimmt Verantwortung für die eigenen Ergebnisse und setzt sich entschlossen für die eigenen Ziele ein.
  • Reagiert besonnen auf Hindernisse und versteht es, Frustration und negatives Denken von sich fernzuhalten.
  • Wendet Strategien zur Vermeidung von Stress und Rückschlägen an (beispielsweise durch Bitte um Hilfe oder Unterstützung bei Bedarf).
  • Passt sich an sich ändernde Arbeitsbedingungen an und reagiert positiv auf veränderte Umstände.

Kooperiert funktionsübergreifend und fördert Vielfalt und Inklusion. Arbeitet gut zusammen, indem Kompromisse angestrebt, Wissen ausgetauscht und andere unterstützt werden.

Anhaltspunkte

  • Ermutigt zur Zusammenarbeit zwischen Teams und identifiziert sich mit den gemeinsamen Zielen und Interessen.
  • Erörtert etwaige Meinungsverschiedenheiten mit den betroffenen Personen, kann andere Standpunkte nachvollziehen und bemüht sich um Kompromisse in Konfliktsituationen.
  • Fördert Vielfalt und ein inklusives Umfeld und ist bestrebt, alle anderen gleich und fair zu behandeln.
  • Bietet anderen Hilfe und Unterstützung an.
  • Gibt Wissen proaktiv und kontinuierlich an andere weiter, damit diese daraus Nutzen ziehen und lernen können.

Steuert aktiv das eigene Lernen und Wachstum sowie die Selbstverbesserung.

Anhaltspunkte

  • Ermittelt den eigenen Lernbedarf und entwickelt die eigenen Fähigkeiten durch kontinuierliches Lernen weiter.
  • Steuert gezielt die persönliche Weiterentwicklung: ist bestrebt, eigene Stärken und Schwächen zu verstehen.
  • Reagiert positiv auf Rückmeldungen und konstruktive Kritik.
  • Nutzt jede Gelegenheit und selbst Misserfolge, um zu lernen.
  • Sucht nach Möglichkeiten zur Anwendung gewonnener Erkenntnisse und zur Verbesserung der eigenen Leistung.

Vermittelt Informationen und Meinungen deutlich und bindet andere ein, indem die Interaktion und die wirksame Zusammenarbeit mit ihnen erleichtert werden.

Anhaltspunkte

  • Vermittelt Informationen und Meinungen prägnant formuliert (sowohl mündlich als auch schriftlich).
  • Passt seine/ihre Botschaft an die Bedürfnisse der Person(en), mit der bzw. denen kommuniziert wird, an.
  • Stützt sich auf überzeugende Argumente und eine solide Argumentation, um die Botschaft zu vermitteln.
  • Berücksichtigt den Standpunkt anderer.
  • Kommuniziert auf Arten und Weisen, die überzeugend wirken und eine Win-Win-Situation für die beteiligten Parteien schaffen.

Treibt den Wandel voran, fördert und befähigt andere bei der Umsetzung des Wandels und bietet Orientierungshilfen auf allen Ebenen.

Anhaltspunkte

  • Zeigt Initiative, beseitigt Hindernisse und denkt voraus.
  • Nimmt neue Herausforderungen an, stößt Veränderungen an und übernimmt bei Bedarf die Führung.
  • Inspiriert andere und ermutigt sie, Maßnahmen zu ergreifen und voranzuschreiten.
  • Leitet andere und stärkt ihre Handlungskompetenz, um ihre Leistung zu steigern und zu verbessern.
  • Fungiert als Vorbild und als Repräsentant der Abteilung.

AUSTAUSCH & BERATUNG

Gemeinsam weiterkommen

Nutzen Sie unsere persönliche Beratung für individuelle Fragen oder tauschen Sie sich im Forum
 mit anderen Interessierten rund um Ihre EU-Karriere aus.

Beratung

Kostenlose Beratung rund um Ihr EU-Auswahlverfahren: Klären Sie offene Fragen zur Prüfungsvorbereitung, zu erforderlichen Nachweisen und weiteren wichtigen Schritten auf dem Weg zu Ihrer EU-Karriere.

Forum

Tauschen Sie sich mit anderen Bewerber:innen über Auswahltests, Prüfungsbedingungen und die Vorbereitung aus. Im Forum können Sie sich vernetzen, Erfahrungen teilen und gezielt Beiträge zu Ihrem Auswahlverfahren finden.

Aktuelles, Neues und Wissenswertes – kompakt für Sie zusammengestellt.

Aktuelles

Bleiben Sie auf dem Laufenden: Entdecken Sie aktuelle Meldungen, wichtige Entwicklungen und relevante Informationen rund um Ihre nächsten Schritte und Möglichkeiten innerhalb der EU-Institutionen.

KI schlägt geeignete Personen für ein Einstellungsinterview vor.

Weiterlesen

Fachleute für (in)direkte Steuern ausgewählt.

Weiterlesen

Die kompetenzbasierten Fragen im Interview

Weiterlesen

Als Laureat / Laureatin - häufig gestellte Fragen

FAQ

In der Regel 1 Jahr bei allgemeinen Auswahlverfahren und 3 Jahre bei Fachverfahren, gerechnet ab der Mitteilung über die Aufnahme. Die Gültigkeit wird häufig um jeweils sechs Monate verlängert, je nach Personalbedarf der Institutionen – das ist jedoch keine Garantie.

Nein. Die Aufnahme bedeutet lediglich, dass man für eine Einstellung in Frage kommt, nicht dass ein Stellenangebot folgt. Im Schnitt werden etwa 50% der Laureaten innerhalb von 7 Monaten eingestellt.

Als Laureat / Laureatin erhält man Zugang zu einer Datenbank, in der alle offenen Planstellen veröffentlicht werden. Auf eine konkrete Ausschreibung kann man sich nun bewerben.

Der zentrale Akteur in diesem Prozess ist die Referatsleitung (Head of Unit), mit der man später zusammenarbeiten wird. Die Referatsleitung wird von jeweiligenHR-Referat unterstützt. 

Viele Referatsleitungen sind dazu übergegangen, eine Planstelle als AD 5-AD 10 auszuscheiben. Mit anderen Worten, alle Personen auf einem dieser Level dürfen sich bewerben.

In jeder Ausschreibung gibt es die Rubrik “We look for”.  Hier werden die Kriterien beschrieben, die der ideale Kandidat oder die ideale Kandidatin mitbringt.

Aus allen Bewerbungen werden nun die 5-7 vielversprechensten Profile ausgesucht. Aber, seit November 2025 gilt für die Europäische Kommission, dass zu Einstellungsinterviews mindestens eine Person eingeladen werden soll, die die Staatsangehörigkeit eines unterrepräsentierten Mitgliedstaats besitzt.

Ja und nein. Das EU-Beamtenstatut sieht vor, das Personen, die schon verbeamtet sind einen Vorzug genießen. Beispiel: Bewirbt sich ein EU-Beamter aus der EU-Delegation im Kualalumpur auf eine Stelle in Brüssel wird er anderen Personen, die noch nicht verbeamtet sind vorgezogen.

Die Einstellung erfolgt im Prinzip nach Leistung. Die Leistungskriterien werden in einer Ausschreibung in der Rubrik “We look for” beschrieben und dann im Einstellungsprozess gemessen. Wr hier am besten abschneidet, erhält den Job.

 

Nein, das Gegenteil ist der Fall. Seit November 2025 werden Staatsangehörige unterrepräsentierter Mitgliedstaaten gefördert. Und Deutschland gehört zu diesem Kreis. Haben am Ende eines Auswahlverfahren zwei Personen die gleiche Qualifikation und die gleiche Leistung im Verfahren erbracht, muss die Person angestellt werden, die aus dem weniger repräsentierten Mitgliedstaat kommt.

 

Ja, die Anstellungsbehörde kann gemäß Beamtenstatut bis zu 24 Monate zusätzliches Dienstalter in der Stufe für einschlägige Berufserfahrung anrechnen. Die genaue Anwendung variiert je nach den internen Durchführungsbestimmungen der jeweiligen Institution.

Genenerell gilt aber, das Auswahlverfahren, dass man schon durchlaufen hat, legt das erste Level fest. Beispiel: man hat ein AD 5-Auswahlverfahren, wird man auch die die AD 5-Gehaltsgruppe eingestuft.

Dei Probezeit beträgt 9 Monate.

Ja, Sie können sich auf mehrer Stellen und bei den verschiedenen Institutionen auch gelichzeitig bewerben.

Eine ärztliche Untersuchung ist vor der Ernennung verpflichtend. Zusätzlich müssen Diplome, Zeugnisse und Ausweisdokumente eingereicht werden. Eine Sicherheitsüberprüfung ist nur bei bestimmten sensiblen Stellen erforderlich, nicht generell.